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Ein neuer Tag

Ein neuer Tag – ein Tag voll Leben

Beim Aufwachen am Morgen: ein neuer Tag! Was wird er bringen?


Was wäre, wenn du diesem Moment offenherzig begegnen könntest, egal, was gerade ist?


Nicht selten sind wir in diesem Augenblick bereits gefangen. Der Blick in den Tag: sorgenvoll. Die Stimmung: na ja .... Der Körper: könnte auch besser sein - schwer, gerädert, vielleicht sogar Schmerzen.

Oder vielleicht fühlst du dich froh, blickst erwartungsvoll auf den Moment, auf dich und in den neuen Tag ...? Jeder Tag ist neu. Jeder Tag stellt dir dein ganzes Leben zur Verfügung.

Mit Achtsamkeit können wir einüben, all dem zu begegnen, was ist, anstatt es anders haben zu wollen. 
 


Aufstehen, Kaffee oder Tee kochen. Müsli zubereiten, Brötchen schmieren. Zähne putzen. In allem schlummert Leben, will entdeckt werden.



Wie stimmst du dich auf deinen Tag ein? Wie gleitest du in den Schlaf?


Es ist bedeutsam, wie du deine Schuhe anziehst, die Türklinke drückst. Den Weg zur Arbeit gestaltest.
 


Wie du ein- und ausatmest. Was du denkst, wie du gehst, wie und was du isst.

Wie du dein Kind ansiehst und mit ihm sprichst. Oder deinen Partner, deine Arbeitskollegin. Den Menschen, mit dem du gerade zusammen bist.
 


Jeder Kontakt mit einem Menschen: ein neues Abenteuer, das du erleben kannst. Wenn du offen bist.

Jede augenblickliche Handlung: eine Gelegenheit, dich selbst neu zu entdecken, zu erfahren.


Wie ist es, wenn du dich freust, wenn du traurig oder verzweifelt bist, dich ärgerst?


Jeder Moment in deinem Leben ist einzigartig: Was du denkst, was du sagst. Wie du in Aktion gehst. Oder nicht.


Weißt du um die Liebe in dir?
Kennst du deine Abneigungen und die Bedingungen dafür?  Und wie fühlst du dich damit?
 

Wie begegnest du dir selbst in all dem? Bist du freundlich mit dir, oder streng? Wertend oder gewährend? Oder mal so, mal so?


Bist du wach für die Komplexität und Vielfalt, für die Schönheit und die Schatten deines Lebens?


"Wach sein" ist eine Qualität von Empfangsbereitschaft, die das ganze Leben in allen Facetten willkommen heißen kann.
 


Die meiste Zeit unseres Lebens sind wir nicht oder nur eingeschränkt wach.
 


Wir taumeln durch unser Leben, gesteuert von unseren biographischen Prägungen, Verletzungen, Glaubensmustern, Anforderungen, von kulturellen, religiösen Konditionierungen, vieles unbewusst.


Die Brille, durch die wir in die Welt blicken und die Filter, durch die wir denken, reden und handeln, bestimmen, wie wir leben.

Diese alle können das Leben in seiner Fülle sehr einschränken. Es ist sehr nützlich, sie zu kennen.



Wie wir die Welt wahrnehmen, so öffnet sie sich vor und für uns.

Wenn wir uns auf den Weg der Achtsamkeit begeben, beginnen wir, all das zu untersuchen. Wir werden wach dafür, wie wir in der Welt sind.


Wir schauen tiefer und spüren mehr. Wir werden überrascht, immer öfter. Wir geben dem Leben Bedeutung. Anders, als vorher. Unmittelbarer. Im Moment.

Der innere Blick weitet sich, wenn wir genauer hinschauen und -fühlen.


Diese Weise der Wahrnehmung öffnet neue Möglichkeiten, im Einklang mit unserem Innersten zu leben. Uns auszudrücken. In die innere und äußere Welt zu lieben und zu handeln.


Wir erkennen, wie bedeutsam dieser Moment jetzt ist. Nicht nur, weil er einmalig ist und nie zurückkommt. Auch, weil er Einfluss auf den folgenden Moment hat.


Achtsamkeitsübung: Sich von sich selbst überraschen lassen


  1. Erlaube dir, immer mal wieder fragend und "neu"-gierig durch Momente deines Tages zu schlendern: 

    Wer bin ich? In diesem Moment? Während dieses Tages?


    Was geschieht gerade in diesem lebendigen Körper? Im Atem? Welchen Gedanken folge ich?
 


    Wie spreche ich?
 Wie höre ich zu – und: wie nehme ich den Menschen wahr, dem ich zuhöre?
 Was treibt mein Reden und Handeln an?
 


    Wem oder was gebe ich im Moment Bedeutung?
 Wohin richte ich meine Aufmerksamkeit?
 Denn wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken, das stärken wir.

    Bin ich im Einklang bzw. im Frieden mit mir im Moment? 
Und wenn nicht: könnte es interessant sein, dafür entschieden zu sorgen?
 


  2. Jeder Moment ist eine Gelegenheit, wach zu werden, wach zu sein für dieses einzigartige Leben, wie auch immer es sich gerade präsentiert. Es könnte der letzte sein.
    Um dann, am Tagesende vielleicht auf die Frage "Wie war dein Tag?" versöhnt mit dem Leben selbst, antworten zu können: "Ein Tag voll Leben."
 

Mein Vater, 85, hat seine geliebte Ehefrau vor wenigen Monaten unter sehr schwierigen und schmerzvollen "Corona-Maßnahmen" verloren, nach 60 Jahren Ehe und 64 Jahre Kennen.


Und wenn ich ihn am Abend am Telefon frage: "Wie war dein Tag?" dann sagt er: "Ein Tag voll Leben."

Oder:
 

"Ich bin wach geworden, aufgestanden, habe meinen Tee gekocht und getrunken. Dann habe ich die Tiere versorgt - das Leben geht weiter."

Wie er das sagt, gibt jedem einzelnen Wort, jedem Satz, jeder einzelnen Handlung Bedeutung. Sein Sprechen ist voller Bescheidenheit.

Und ich ziehe meinen Hut, den ich nicht habe und verbeuge mich tief  - innerlich.


Mehr Klarheit, Kraft und Gelassenheit in Alltag und Beruf - mit Achtsamkeit

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